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Sportstätten

Jede Beleuchtungsart die mit dem Menschen im direkten Zusammenhang steht hat einen zentralen Ansatz, die Betrachtungsrichtung des Beobachters.
 
Bei der Sportstättenbeleuchtung unterscheiden wir zwischen drei Betrachtungsarten
 
-          die des aktiven Sportlers
-          die des vor Ort befindlichen Zuschauers
-          die der TV-Kamera und damit die des Betrachters vor dem Bildschirm
 
Nachdem die lichttechnischen Anforderungen für die einzelnen Betrachtungsarten zum Teil sehr unterschiedlich sind ergibt sich für die Planung der Beleuchtung ein komplexes Anforderungsprofil.
 
Die Grundlage bilden die bestehenden Normen und die Erfahrung aus den jeweiligen sportlichen Abläufen.
 
Um die o. a. Komplexität zu betonen, zeigt die Analyse der sportspezifischen Anforderungen die notwendige intensive Auseinadersetzung mit dieser Materie.
 
-          Beobachtungsrichtung
-          Beobachtungsdistanz
-          Geschwindigkeit der Bewegung des Sportlers und des Sportgerätes
-          Größe des Sportgerätes
-          Größe des Spielfeldes
 
Um diese Anforderungen lichttechnisch umsetzen zu können ist der Kontrast zwischen den Objekten unbedingt zu beachten (unterschiedliche Helligkeiten, Farben)
 
Die in den Normen als Gütemerkmal angeführte Beleuchtungsstärke ist eine Hilfestellung um die vom Menschen gesehene Leuchtdichte zu „simulieren“.
Um mit der Leuchtdichte planen zu können müssten die Reflexionseigenschaften (Helligkeit und Struktur des Bodenbelages) bekannt sein. Nachdem sich aber bei vielen Sport-Freianlagen diese Eigenschaften während des Spielbetriebes ändern (Rasen- und Sandplätze, Eisanlagen etc.) ist diese Berechnungsart nicht möglich.
 
Damit ist die Erfahrung im Umgang mit den veränderten örtlichen Gegebenheiten ein wesentlicher Faktor.
 
Als zusätzliches Kriterium sind die Vorschriften der Sicherheitsbeleuchtung zu beachten.
 
Die besonders in den letzten Jahren erhöhte Aufmerksamkeit zur Vermeidung von Lichtimmissionen stellt eine weitere besondere Herausforderung für die Lichtplanung dar.     
 
Die derzeit bestehenden Regelwerke werden in der in Arbeit befindlichen „ÖNORM O-1052, Lichtimmissionen“ zusammengefasst (Veröffentlichung 2011).
 
Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Sportstättenbeleuchtung aus lichttechnischer Sicht einer der umfassendsten aber auch interessantesten Planungsarbeiten ist.
 
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